Ich hab ja die Angewohnheit, Dingen, die mir besonders lieb und teuer sind, Namen zu geben.
Gestern nun hab ich etwas in Angriff genommen, was mir schon seit Monaten vorschwebte.
Es war da und ich konnte es nicht ausprobieren, obwohl es mich so sehr in den Fingern juckte.
Nun ist die Zeit endlich gekommen und ich kann wieder.......
Ich nahm sie aus ihrer Umhüllung, freute mich an der sanften Glätte und dem rosigen Hauch ihrer Oberfläche ;-), dann öffnete ich sie und machte sie bereit. *hihi*
Ok, nun Klartext.
Ich hab schlicht und einfach meinen Knitters Loom endlich in Betrieb genommen. :-)))))
Und als ich da so langsam vor mich hinarbeitete , wusste ich ,dass das Rosalie ist, denn sie ist wunderhübsch, hat sanfte, schwungvolle Bögen und Rundungen, tatsächlich einen rötlichen Schimmer, ein zartes Äusseres, und ist doch kräftiger, als man meint.
Was ich als ersten darauf Weben wollte, hatte ich schon lange vorbereitet. Es sollte selbsgesponnenes Garn sein und ich wollte was Pflanzengefärbtes machen.
Hier nun die ersten Bilder:
Das ist eine Kette komplett aus handgesponnenem Garn in Nadel 4 etwa. Gatterkamm 30/10
(für die Weber unter uns).
Das weisse Garn ist eine Angoramischung, das Gelbe ist Eiderwolle mit Goldrute gefärbt, erster Zug, Kaltbeize, gefärbt im Strang (für die Pflanzenfärber unter uns ;-) )
Vielleicht fallen euch die Fädchen auf, die ich in den Kamm geknotet hab, das ist meine Art der Farbverteilungsfestlegung, so brauch ich nicht beim Einziehen zu zählen.
Hier sieht man es besser.
Und dieses witzige Teilchen ist der Hit. Das ist das Teil mit dem man die Fäden durch die Schlitze zieht, eine echt gute Sache von Ahsford. Bei derHarfe ist ein Gerät für alles, hier gibte es eines für das Schlitzedurchziehen und eines für das durch die Löcher fädeln. Beide finde ich bisher besser als bei der Harfe, weil sie meine Wolle nicht "spleissen"
Ist echt genial.
Die Kettfäden waren innerhalb einer Stunde durch die Schlitze gezogen, wobei ich immer wieder Pausen gemacht hab. Ich hab es nach meiner Lieblingsmethode, der "walk and warp"-Methode gemacht,weil ich so nach belieben kreativ sein kann.
Sprich ich habe direkt aus den Knäulen aufgebäumt und nicht erst eine Kette geschärt.
So sieht das dann aus.
Dann hab ich eine längere Pause eingelegt und damit sich nichts verknuselt, hab ich die Kette gesichert.
So konnte ich dann auf meinen Mann warten, der mir bei den nächsten Schritten geholfen hat.
Gebrauchsfertig sieht das Ganze dann so aus.
Wenn man webt, fallen oft die Seitenkettfäden "runter". Sie verschieben sich seitwärts und verlieren so die Spannung. Es musste also irgendwas da hin, um das aufzuhalten. Ich hab einfach Taschentücher gefaltet und gerollt und herumgebunden, damit das nicht passiert. Mal sehen,ob es wirkt. Was anderes fiel mir nicht ein.
Sieht zwar nicht so schick aus, wird aber hoffentlich zweckdienlich sein.
Diesmal mache ich auch einen verstärkten Rand ,weil mir der einfache nie so gut gefallen hat.
Wenn ich angewebt habe, kommen noch mal Bilder. Heute hatte ich keine Zeit dazu.
Eines weiss ich, den Unterstand werd ich mir zu diesem Rahmen auch noch kaufen, denn schon das Aufbäumen hat so viel Spass gemacht, das wird einer meiner Lieblingsrahmen werden.
1 Kommentar:
Hallo Susu,na es scheint dir ja wieder besser zu gehen.Schön.
Habe ja immer mal gelesen.
Bei mir hat sich ja auch einiges geändert.
Hba enun mein eigenes Geschäftla hier in Coburg und ich muss Dir sagen:"Es geht mir gut."Vorallem auch meiner Psyche.
Ich bin wieder ich.
Sag mal,Deine Weberei sieht ja super aus.Echt klasse.
Ich wünsche Dir eine schöne Adventszeit.
LG MOna
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