...ist ein Satz, den einer der Professoren zu meinem Mann immer mal sagte.
Am Wochenende musste ich daran denken.
Nachdem mein selbstpersönlicher Web-Coach *höhö*erfahren und gesehen hat, dass ich eine mehr als 6 Meter lange Kette habe, kam ein Anruf. *grins*
Nach langer Beratung entschloss ich mich dann, die Kette neu zu machen.
Nur halb so lang und weil ich vom Rosa nicht genügend hatte, eine total andere Farbgebung.
Die rosaweisse Kette ist aber nicht abgehakt, nur nach hinten geschoben, dazu hab ich noch einige Ideen ;-)
Die neue Kombination:

Samstag abend stand also die Farbkombination fest und in meiner Wohnung sah es zum zweiten mal aus, als ob die Russen durchgezogen wären. Eigentlich noch schlimmer als beim ersten Mal, denn nun hatte ich wirklich bis zum letzten Päckchen alles aus den Schränken rausfallen lassen.
Wobei....die beiden großen Kontainer hatte ich immer noch nicht ausgepackt...*räusper*
Aber da wusste, dass ich nichts drin hatte, was hierfür brauchbar war.
Das Ergebnis ist, dass ich nun tausend neue Ideen habe.....
Mein geliebter Mann nimmt es sehr gelassen und grinst hier nur noch rum,weil er mich so eifrig wühlen sieht. Er amüsiert sich königlich.
Sonntag hat mein Mann gekocht, weil ich mit dem knäulen der diversen Stränge beschäftigt war.
Nachmittags um 17 Uhr begann ich dann mit dem Aufbäumen.
Ich hab mich diesmal für die
direkte Methode entschieden,weil ich ja ein Strurkopf bin und es unbedingt ganz alleine schaffen wollte.
(Ich weiss genau, wer jetzt hier grinst und heftig nickt! ;-) )
Das war dann ein Act nach dem Motto: Manche lernen es auf die harte Tour.
Warum harte Tour?
Na ja, weil das heisst, das man nicht mal eben aufhören kann, wenn man Katzen im Haus hat und dazu noch ein zu kleine Wohnung, als dass man das halb aufgebäumte Teil bis zu nächsten Tag stehen lassen könnte.
Ausserdem heisst das auch bei ca 3,30 m Kette, dass man für jedes einzelne Fadenpaar hin und zurück laufen muss, hin und zurück, hin und zurück.........

Das sind nur 2/3 der Kette auf dem Bild....und das Wollchaos hab ich an den Rand und aus dem Blickfeld geschoben *grins*
Gegen 21 Uhr waren die Fadenpaare durchgezogen, ich musste aber einige Pausen einlegen,weil meine Gelenke und meine linke Hüfte gejodelt haben und ich teilweise nur noch gehumpelt bin.

So sah es dann aus. Jetzt musste ich die Fäden ja noch vereinzeln, d.h. sie sind ja bisher nur durch die Schlitze gezogen, nun mussten sie noch durch die Löcher.

Dabei hab ich dann festgestellt, dass ich einen Schlitz doppelt belegt hatte *hmpf*
Das bessere ich heute nochmal aus, weil ich den Kettbaum eh nochmal wickeln muss.
Ich hab ohne Papier gewickelt, aber es macht mit Papier mehr Sinn, die Druckverteilung und der Zug ist besser mit, weil ich eine Wollkette habe, die verschiedene Elastizität hat und sich so zum Teil durch den starken Zug tief ineinander hinein gräbt.
Hier eine Impression der Kette .

Gegen 22.30 Uhr war ich dann soweit fertig, buchstäblich!
Fix und fertig und total geschafft!

So und heute verbessere ich noch meine beiden Fehler, justiere nach und dann kann ich loslegen.
Fazit dieser Art der Bespannung für mich:
pro:
- es komm meiner Kreativität näher, weil ich da mit den Farben bei einer ehrfarbigen Kette noch während des Bespannens spielen kann.
-ich sehe es gleich.
-für mässig lange und nicht so breite Ketten gut.
kontra:
-es ist unglaublich anstrengend für mich bei langen und breiten Ketten
-es dauert laaaange.
-es hat nicht den Vorteil, dass ich es alleine kann, weil ich dann für das Wickeln doch wieder meinen Mann gebraucht hab. Das liegt aber sicher mit an meiner Ungeübtheit.
Die nächste Kette wird geschärt ;-)