11.2.09

Die reine Wolllust :-)

Für eine Handspinnerin wie mich ist es ein sinnliches Vergnügen, Wolle aus dem Urzustand in eine fertiges Objekt zu überführen.

Dies hier ist gewaschene Rohwolle vom Jakobsschaf.



Die habe ich aufgelockert und dann auf einer Trommelkarde kardiert.


Ich hab es nur zweimal drüberlaufen lassen, denn ich wollte die Melierung nicht zu sehr durchmischen.
Viele nehmen dann das fertige Vlies (das recht voluminös sein kann), teilen es der Länge nach und spinnen es dann. Ich mach es etwas anders, ich mache vom ganzen Vlies der länge nach eine Rolle, wie man hier sieht:


Die ziehe ich dann vorsichtig in die Länge und bekomme so ein leicht spinnbares Kardenband.
Siehe hier:


So gefällt mir auch die Farbverteilung.
Der Vorteil beim Selberkardieren ist, dass man die Schafwolle nicht so hundertprozentig fettfrei waschen muss, sie kann noch einen kleinen Rest Lanolin behalten und wird dadurch wetterfester und schöner.
Dieses Jakobsschaf wird eine Jacke werden.

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